Thunfisch – das Mett der Meere
1. März 2011, 20:15 Uhr
Männer, ihr müsst stark sein! Der Mettigel stirbt aus. Die majestätischste Art der Ferkelverwertung findet einfach keine Abnehmer mehr. Der Königsklasse der Schnittchenkunst mit all ihren sympathischen Begleiterscheinungen wie Zwiebelatem und Zahn-Zwischenraum-Verknorpelungen, droht der Garaus. Doch es steht bereits ein Nachfolger in den Startlöchern: die Thunfisch-Knifte.

Thunfisch - das Mett der Meere © Tim Caspary (pixelio.de)
Der hierzulande nahezu ausschließlich in gehäckseltem Zustand und in altem Frittenfett verpackte Meeresbewohner hat sich in die Champions League der Brot-Beläge hervorgearbeitet. Zwar erreicht Flipper längst nicht die praktisch klebrige Konsistenz der zermanschten Ferkelpaste und geht damit auch keine vergleichbar perfekte Symbiose mit seiner weizenhaltigen Trägermasse ein, doch in Sachen Nährwert und Geschmack kann der wohl männlichste Fisch mit dem in Kunstdarm gepressten Stück Knet-Hintern des allesfressenden Landbewohners konkurrieren.
Egal, ob in Majo-Sauce oder mit Käse überbacken: Die Sodbrand-Platte to go ist als Mett-Methadon salonfähig geworden. Die Zeit der Trauer ist beendet. Der Mettigel hat einen würdigen Nachfolger gefunden. Ich danke der Natur!
(für Denis)